Gardinenstangen und Schienen montieren: Höhe, Abstand, Befestigung
Die Montage von Gardinenstangen und Schienen entscheidet darüber, wie der Vorhang später fällt, ob er den Raum optisch streckt oder erdrückt. Wer die Höhe und den Abstand zur Decke falsch wählt, ärgert sich über schiefe Kanten, durchhängende Stoffe oder sichtbare Dübellöcher. Vor dem ersten Bohren lohnt es sich, die Proportionen des Fensters und die Raumhöhe genau zu messen. Als Faustregel gilt: Je höher die Stange sitzt, desto großzügiger wirkt der Raum. Allerdings sollte zwischen Stange und Decke ein sichtbarer Abstand bleiben, sonst wirkt der Abschluss gedrängt.
Für die Montagehöhe gibt es zwei gängige Varianten. Bei Deckenmontage wird die Schiene direkt an der Decke oder mit wenigen Zentimetern Abstand befestigt, was sich für bodenlange Vorhänge anbietet. Bei Wandmontage liegt die Stange üblicherweise zwischen zehn und fünfzehn Zentimetern über dem Fensterrahmen. Ein zu geringer Abstand lässt den Stoff am Fensterflügel schleifen, ein zu großer Abstand erzeugt eine unschöne Lücke. Wer unsicher ist, wie der Vorhang richtig aufgehängt wird, findet bei adopartner.de praktische Hinweise, die auf die jeweilige Montagesituation eingehen. Wichtig ist außerdem, dass die Stange mindestens zwanzig Zentimeter über die Fensterlaibung hinausragt, damit der Vorhang seitlich nicht das Licht abschneidet.
Die Befestigung im Mauerwerk richtet sich nach dem Untergrund. In Vollziegel oder Kalksandstein halten Kunststoffdübel mit passender Schraube zuverlässig, sofern der Bohrer die richtige Größe hat. Bei porösen Steinen wie Porenbeton oder Hohlblocksteinen sind Injektionsanker oder spezielle Dübel nötig, die sich im Material verkeilen. Die Bohrlöcher sollten stets etwas tiefer sein als der Dübel lang ist, damit Staub entweichen kann. Bei sehr schweren Vorhängen, etwa aus Samt oder mit Bleiband, empfiehlt sich eine durchgehende Schiene mit mehreren Befestigungspunkten statt einzelner Halterungen. Vor dem endgültigen Anziehen der Schrauben prüft man mit der Wasserwaage, ob die Stange waagerecht sitzt.
Ein letzter Punkt betrifft den Abstand zwischen Stange und Wand. Zu nah an der Wand montierte Träger erschweren das Aufziehen der Gardinen und können den Stoff aufscheuern. Ein Abstand von fünf bis acht Zentimetern ist meist ausreichend, bei Faltenbändern oder Kräuselbändern darf es etwas mehr sein. Wer diese Werte beachtet, vermeidet nicht nur optische Fehler, sondern auch Schäden am Putz. Die Montage selbst ist mit etwas Sorgfalt an einem Nachmittag erledigt.